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TEMPO (Cambridge University Press) Vol. 60 No. 235, January 2006 |
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URS JOSEPH FLURY: Vineta; Concerto for Cello an Orchestra; Sinfonietta for Strings. Biel Symphony Orchestra; Vienna Volksoper Orchestra; Vienna Chamber Orchestra; Pierre Fournier (vlc), Urs Joseph Flury.
Musikszene Schweiz MGB CD 6184
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Flury’s Cello Concerto, dating from 1977/78, offers a valuable contribution to the cello repertoire. It comprises the conventional three movements, of which the second is influenced by traditional jazz and headed “Tempo di Blues”. Pierre Fournier, the work’s dedicatee, advised the composer during its gestation, and it is good to hear his artistry undiminished by age on a 1981 recording under Flury’s baton. The cello opens the concerto with an unaccompanied recitative followed by a classical sonata-allegro. The tripartite central movement leads to a rondo finale with a waltz episode. A touchingly elegiac ending to the concerto harks back to its introduction.
The delightful Sinfonietta from the same period is in four movements. The opening Sonatina quasi una Fantasia doesn’t outstay its welcome; neither does the final march. An Intermezzo nostalgico incorporates a serenade for solo violin. The third movement is a combination of waltz and tango, and everywhere Flury’s feeling for string sonorities pays dividends.
Flury’s orchestral tone-poem Vineta dates from 2000/1. The piece was inspired by a legendary island city known as the Venice of the Baltic. The corrupt lives of its inhabitants brought upon them three heavenly warnings, followed by a catastrophic tidal surge. The bells of the sunken city can still be heard pealing on Easter morning. At the outset of the composition Vineta’s riches are depicted by four horns, and impressionistic effects abound. The immorality is suggested, none too violently, by a mounting complexity in the harmonic and rhythmic treatment of three dances. Some tentative moments don’t detract too seriously from this live recording of the première performance.
Peter Palmer |
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Solothurner
Zeitung, 29.11.2005 |
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Lauter klingende Höhepunkte |
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Urs Joseph Flury kannte die Dichterin, Journalistin und Lehrerin Olga Brand seit Kindertagen. Ihre Poesie habe ihn immer sehr bewegt, betont der langjährige musikalische Leiter des Solothurner Kammerorchesters. Deshalb entschloss er sich, als Beitrag zum hundertsten Geburtstag der Lyrikerin eine Weihnachts-Kantate zu komponieren. Die Uraufführung fand am 27. November 2005 im Rahmen des SKO-Adventskonzertes in der Jesuitenkirche statt. Etliche der älteren anwesenden Zuhörerinnen und Zuh örer betteten so ihre Erinnerungen an Olga Brand mit Freude in die Tondichtung von Urs Joseph Flury ein.
Alle übrigen im Publikum – ohne nähere Beziehung zur Dichterin – waren begeistert vom Zusammenklang von Wort und Musik. Denn Flury, der dieses Werk romantisch-impressionistisch vertonte, erwies sich erneut als aussagekräftiger Illustrator, der die vielen beseelten Textstellen beispielsweise wie “...flicht der Advent den Lichterkranz” mit feinem Gespür musikalisch einkleidete und interpretierte. Ausserordentlich gefällig erwies sich der harmonisch-rhythmische Zauber dieser Komposition.
Im naturalistisch malenden Vorspiel, das wie eine Ouvertüre bereits in Stimmung und Themen einführt, entsteht vor dem inneren Auge eine Winterlandschaft mit Schlitten, Pferdegetrappel und dem fröhlichen Geklingel von Glöckchen. Danach folgen - betitelt mit Advent, Winterwende, Weihnachtsgang, Heilige Nacht, Stille und Neujahr - sechs Chorbeiträge mit eindrücklichen Effekten in Begleitung und Liedgestaltung. Eingeschoben sind drei Solo-Sopranlieder, die Winterabend, Wintertraum und Weihnachtslied benannt sind.
Damit die Solothurner Zahl 11 erreicht ist, erweiterte Komponist Flury die Kantate um eine nur orchestral aufgeführte Pastorale, deren Flötenklänge “ ...bevor ein neues Jahr erblüht” nochmals an die biblischen Hirten auf dem Felde denken lassen. Komponist Flury agierte bei dieser Uraufführung als Dirigent seines Stammorchesters, das er in sämtlichen Registern klangprächtig ausgestattet hatte. Dennoch blieben die Instrumente immer nur Mittel zum Zweck: Die Musik diente dazu, das Wesen dieser Dichtung programmatisch auszuleuchten. Das SKO legte dabei eine brillante Leistung vor. Den vierstimmigen Gesangspart hatte Flury dem Chor “Neue Solothurner Vokalisten” unter der Leitung von Patrick Oetterli anvertraut, die mit ihrem fein abgewogenen Chorklang das Konzert farbenprächtig bereicherten. Den Hörgenuss vervollständigte die Mitwirkung von Sopranistin Mireille Newson, die dem Werk weitere glanzvolle Akzente verlieh.
Noch vom letzten Weihnachtskonzert sind die 2004 entstandenen Variationen über “Es ist ein Ros entsprungen” im Publikum unvergessen. Der Virtuose Alexandre Dubach bezauberte nun in der erneuten Aufführung dieses Violin-Rezitals als begnadeter Könner à la Paganini. Urs Joseph Flury hatte diese reizvolle Komposition für Dubach und seine spieltechnischen Fähigkeiten an Doppelgriffen, Flageoletts und Pizzicati geschrieben.
Grundi Klemm |
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Solothurner
Zeitung, 22.12.2004 |
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Flury-Uraufführung |
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Markus
Cslovjecsek hat den Geiger Alexandre Dubach zum Weinachtskonzert
eingeladen und die A-capella-Gesänge seines Chores mit Bachs
E-Dur Partita für Violine unterteilt und mit der Uraufführung
von Urs Joseph Flurys Variationen über das Lied «Es ist
ein Ros entsprungen» einen Rahmen geschaffen. Dubach ist ein
musikalisch und technisch aussergewöhnlicher Geiger. Bei ihm
wirken die motorischen Sätze der Bach-Partita gespannt, energiegeladen,
geformt mit Vehemenz und Konzentration. Stärken, die der Violist
auch Urs Joseph Flurys neustem, in nur drei Wochen auswendig gelerntem
Werk angedeihen liess. Flury zeichnet sich nicht allein als Tonschöpfer
und Dirigent aus, sondern überzeugt auch als Geiger. In zehn
kunstvollen, abwechselnd langsamen und beschwingten Variationen
des Liedes «Es ist ein Ros entsprungen» zeigt der Solothurner
Komponist alles, was einen grossen Geigenvirtuosen ausmacht. Er
lässt die Violine in den höchsten Lagen singen, webt Pizzicati
und stupende Läufe ein, färbt den Geigenklang mit raffinierten
Tonartwechseln und schliesst im Finale mit F-Dur. Unter Alexandre
Dubachs Bogen klingt das brilliante, technisch schwierige Stück
leicht und spielerisch, begeistert total.
Silvia Rietz
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Musik und
Theater, 6. Juni 2004 |
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Hörenswerte
Spätlese |
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Der Solothurner
Musiker Urs Joseph Flury hat sich vor allem in seiner Heimatstadt
durch vielfältige künstlerische und pädagogische
Tätigkeit ausgezeichnet. Schon in Knabenjahren begann er zu
komponieren, und die vorliegende CD gibt einen informativen Überblick
über sein durchaus eigenständiges kompositorisches Schaffen.
Interessanterweise sind die ältesten Werke, die «Suite
nostalgique» sowie das Bläserquintett, gleichzeitig die
«modernsten» (wenn das Wort überhaupt zutrifft
für Musik, die um 1970 komponiert wurde und dennoch u. a. nach
Poulenc klingt). Noch stärker rückwärts gewandt erscheinen
die jüngsten Kompositionen: die «St. Petersinsel-Serenade»
oder die sechs romantischen Lieder von 1998, die unverkennbar nach
Brahms klingen und offenbar auch nicht darüber hinauswollen.
Das wird denjenigen verunsichern, der blindlings nur auf einen «Fortschritt»
in der Musik aus ist. Natürlich klingt die ungebrochene Schönheit
dieser Musik wie eine Spätlese aus längst vergangenen
Zeiten. Schön bleibt sie trotzdem – und hörenswert
darüber hinaus.
Werner Pfister |
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Solothurner
Zeitung, 19. Februar 2002 |
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Mit impressionistischer
Tonsprache |
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Besinnlich-elegische Werke von
Urs Joseph Flury in neuer CD-Einspielung |
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Das umfangreiche kompositorische
Schaffen des Solothuner Komponisten und Musikers Urs Joseph Flury
(*1941) bewegt sich durchweg in einer eigenen Tonsprache. Zwar dringen
immer Assoziationen zum kompositorischen Stil des 19. Jahrhunderts
durch, etwa in seinem Konzert in a-Moll für Violoncello und Orchester,
einem idiomatischen Werk für das Violoncello. Aber Flurys Musik
steht in neuromantischer-impressionistischer Tradition. Seine Tonsprache
ist Lyrik vom Feinsten und von expressiver Eindringlichkeit. |
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Fata Morgana im Himmel |
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Eine Werkauswahl des
mittlerweilen 61-jährigen Solothurners und Sohn des
Spätromantikers Richard Flury legt die neueste CD-Produktion
von Musikszene Schweiz, dem Label des Migros-Kulturprozentes,
vor. Eingang in die Retrospektive fand Vineta, eine sinfonische
Dichtung in einem Satz für grosses Orchester, geschrieben 2000/2001,
eingespielt mit dem Bieler Symphonieorchester. Diese musikalische
Dichtung ist eine Hommage an Vineta, einer reichen Inselstadt, dem
Venedig des Nordens, welche an der Ostsee gelegen haben soll. Nur,
die Pracht der Stadt hat deren gottlose Bewohner verdorben, die prassten
und dekadent sich ihrem Untergang weihten. Das Meer soll in einem
Unwetter die lasterhafte Stadt verschlungen haben. Und wenn man an
einem Ostermorgen in einem Boot über diese Stelle fährt,
sollen heute noch aus der Meerestiefe die Glocken von Vinetas Kirchen
zu hören sein, während das Spiegelbild der Stadt am Himmel
als Fata Morgana erscheine.
Das zweite Werk, das Konzert in a-Moll für Violoncello und Orchester
(1977/78) eingespielt mit Pierre Fournier (Violoncello) und
dem Wiener Volksopernorchester beginnt mit einem traditionell
anmutenden ersten Satz für Violoncello solo in der klassischen
Sonatenform. Erst im zweiten Satz bricht die Andersartigkeit von Flurys
Tonkunst durch, indem er sich durch den traditionellen Jazz in Anlehnung
an sein früheres Werk Concerto di carnevale inspirieren
liess. Das Werk klingt besinnlich-elegisch aus, verweist auf den ersten
Satz und wird so in eine Rahmenerzählung eingespannt.
Das dritte eingespielte Werk, die Sinfonietta für Streichorchester
(1978), eingespielt mit dem Wiener Kammerorchester, entstand als Auftragskomposition
des Kuratoriums des Kantons Solothurn. Flury beschränkte sich
in diesem Orchesterwerk auf eine reine Streicherbesetzung alles
wirkt ruhig, im dritten Satz verknüpft Flury verschiedene Tanzsätze,
der zweite Satz wird zur Serenade mit Solovioline. Der erste Satz
indes ist in eine knappe Sonatenform gefasst. Die Sinfonietta lebt
durch äusserst farbige Sätze mit speziellen Streichereffekten
und diese charakterisieren die ganze neue, gelungene Einspielung.
(gre) |
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Solothurner Zeitung,
15. März 2002 |
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Wenn Bilder zu Musik
werden |
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Töpfer-Vortrag:
Komponist Urs Joseph Flury zu Vineta |
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Vor der Töpfer-Gesellschaft
liess Urs Joseph Flury das Publikum einen spannenden Blick in seine
Komponistenwerkstatt anhand der sinfonischen Dichtung Vineta
werfen. Ein Komponist benötige das Rüstzeug der verschiedenen
Lehren, damit eine im Kopf erfasste Melodie oder Kette von Harmonien
zu Papier gebracht werden könne. Dabei beneide er die Schriftsteller,
denn sie seien in der Lage, ihre Gedanken simultan niederzuschreiben.
Einige Seitenhiebe verpasste Flury an die Adresse der modernsten Musik
werde doch in ihr Originalität vielfach zum Selbstzweck.
Moderne, atonale Musik wird stark gefördert, doch kommt
sie beim Publikum nicht an. Flury bestreitet, dass die Tonalität
erschöpft sei. Für ihn mache nur diese Sinn. Dafür
nehme er in Kauf, von Musikwissenschaftern belächelt zu werden.
Seine Vorbilder sieht er in der spannungsgeladenen Tonalität
der Spätromantik oder bei den Impressionisten. |
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Vineta die versunkene
Stadt |
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Auf einer Venedig-Reise
wurde Flury auf die Legende von Vineta aufmerksam gemacht. Jahrelang
hatte er sich mit dem Stoff befasst, doch kamen immer dringlichere
Aufgaben dazwischen. Am 24. August 2001 konnte das Werk dann im Konzertsaal
uraufgeführt werden. Vineta soll im Jahr 1170 im Stettiner Haff
versunken sein. Das Venedig des Nordens sei durch unermesslichen Reichtum
verdorben worden. Dreimal durch einen paradiesischen Vogel gewarnt,
hätten die Vineter nur darüber gelacht. Worauf eine Sturmflut
die Stadt in die Tiefe der Ostsee gerissen habe. Wenn man heute am
Ostermorgen über die Stelle fahre, seien die Glocken Vinetas
zu hören. Der Stoff wurde bereits mehrmals künstlerisch
umgesetzt, so vertonte Johannes Brahms ein Vineta-Gedicht, Selma Lagerlöf
schrieb eine Novelle und Jura Soyfer ein Theaterstück. |
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Bilder und Farben werden
zu Musik |
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Zu Beginn sah Urs Joseph
Flury eine prächtige Stadt mit goldenen Türmen, die sich
im klaren Blau der See spiegelt. Dem Blau ordnete Flury A-Dur zu.
Die goldene Farbe der Stadt wird durch ein Hornquartett ausgedrückt.
Allenfalls habe ihn auch die Instrument-Farbe dazu inspiriert. Drei
Tänze (Polka, Polonaise und Walzer) charakterisieren das ausgelassene
Leben der Vineter. Die stetig reicher werdende Instrumentierung betont
zunehmende Ausgelassenheit. Dem Piccolo ist der warnende Vogel zugeordnet.
Mit Klarinette, Fagott, Oboe und Horn klingt die Verspottung durch
die Vineter an. Dissonanzen aus den drei Tänzen künden den
heraufziehenden Sturm an, veränderte Zitate kirchlicher Choräle
das Versinken der Stadt und die nachfolgende Beruhigung des Meeres.
Der Epilog wird zur Variante des Beginns. Flury sah sein Werk von
Anfang an als Parabel auf unsere Zeit. Die nur drei Wochen später
erfolgten Anschläge vom 11. September hätten ihn darin bestärkt.
(hz) |
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Neue Zürcher Zeitung,
10. April 2002 |
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Feuilleton - Phono-Hinweise |
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Blick zurück |
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Es war einmal eine reiche
Inselstadt in der Ostsee, die hiess Vineta. Ihre Bewohner führten
ein zügelloses Leben und hörten nicht auf die Warnungen
des Paradiesvogels. Da erhob sich ein gewaltiges Unwetter und riss
die Stadt in den Abgrund. Die im Jahr 2001 vollendete und in Solothurn
uraufgeführte sinfonische Dichtung "Vineta" des Schweizer
Komponisten Urs Joseph Flury verzichtet jedoch auf jegliche apokalyptischen
Töne aus dem Potenzial der zeitgenössischen Musik. Stattdessen
hören wir mystische Hörnerklänge wie bei Bruckner,
einen üppigen Orchestersatz wie bei Richard Strauss, einen Walzer
wie beim Wiener Walzerkönig und ein "Dies irae" wie
in Berlioz' Symphonie fantastique. Es ist, als ob für Flury die
Zeit still gestanden wäre. "Ein Komponist ausserhalb der
Strömungen, nur der Ehrlichkeit verpflichtet", heisst es
in der Eigenwerbung auf seiner Internet-Homepage. Als Dirigent holt
Flury aus dem Bieler Symphonieorchester, dies zeigt der Live-Mitschnitt
der Uraufführung, den ganzen Farbenreichtum und die reiche Klangpracht
des Werks heraus. Eine musikalische Verführung, zugegeben, der
man sich nicht ganz entziehen kann! Für die beiden anderen Werke
dieser CD, das Cellokonzert mit dem Solisten Pierre Fournier und der
Streicher-Sinfonietta, wurden Aufnahmen aus den Jahren 1981 bzw. 1979
verwendet. (tsr.) |
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